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Gesetzliche Kennzeichnungspflichten sicher einhalten und gleichzeitig effiziente Produktionsprozesse gewährleisten.
Eindeutige Kennzeichnung von Medizinprodukten mit UDI-Codes
Die Anforderungen an die Kennzeichnung von Medizinprodukten sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Neben Produktsicherheit und Qualität steht heute vor allem die lückenlose Rückverfolgbarkeit im Mittelpunkt. Genau hierfür wurden UDI-Codes (Unique Device Identification) eingeführt. Sie ermöglichen eine weltweit eindeutige Identifizierung von Medizinprodukten und tragen dazu bei, Patienten besser zu schützen, Produktrückrufe effizienter durchzuführen und Fälschungen zu erschweren.
Für Hersteller von Medizinprodukten ist die UDI-Kennzeichnung heute ein fester Bestandteil der regulatorischen Anforderungen. Gleichzeitig stellt sie hohe Ansprüche an die Kennzeichnungstechnik, da Codes dauerhaft, kontrastreich und maschinenlesbar auf unterschiedlichsten Materialien aufgebracht werden müssen.
Was ist ein UDI-Code?
Der Begriff UDI (Unique Device Identification) bezeichnet ein weltweit standardisiertes System zur eindeutigen Identifizierung von Medizinprodukten. Jedes betroffene Produkt erhält eine individuelle Kennzeichnung, die sowohl in Klarschrift als auch in maschinenlesbarer Form – beispielsweise als DataMatrix-Code – aufgebracht wird.
Ziel des Systems ist es, jedes Medizinprodukt eindeutig identifizieren und über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg zurückverfolgen zu können. Dadurch lassen sich unter anderem:
- Produktrückrufe gezielt durchführen
- Verwechslungen vermeiden
- Fälschungen erschweren
- Lagerhaltung optimieren
- Patienten besser schützen
- regulatorische Anforderungen erfüllen
Warum wurden UDI-Codes eingeführt?
Vor Einführung des UDI-Systems existierten weltweit unterschiedliche Kennzeichnungssysteme. Dies erschwerte insbesondere internationale Lieferketten sowie Rückrufaktionen.
Mit der europäischen Medical Device Regulation (MDR) und der In Vitro Diagnostic Regulation (IVDR) wurden einheitliche Vorgaben geschaffen. Hersteller müssen ihre Produkte eindeutig kennzeichnen und die entsprechenden Stammdaten in den vorgesehenen Datenbanken hinterlegen.
Dadurch profitieren nicht nur Behörden, sondern auch Krankenhäuser, Händler, Logistikunternehmen und letztlich Patienten.
Die praktische Umsetzung erfolgt heute in der Regel über GS1 DataMatrix, GS1-128, HIBC oder ICCBBA Codes, wobei erstere am weitesten verbreitet sind.
Welche Produkte benötigen einen UDI-Code?
Grundsätzlich sind nahezu alle Medizinprodukte von der UDI-Pflicht betroffen.
Dazu gehören beispielsweise:
- Implantate
- chirurgische Instrumente
- Katheter
- Spritzen
- Infusionssysteme
- Verbandmaterial
- Blutdruckmessgeräte
- Diagnostiksysteme
- medizinische Verbrauchsmaterialien
- Laborgeräte
- In-vitro-Diagnostika
Je nach Produktklasse gelten unterschiedliche Umsetzungsfristen und Detailanforderungen.
Ausgenommen sind unter anderem:
- Sonderanfertigungen
- Produkte für klinische Prüfungen
- bestimmte Leistungsbewertungsprodukte
Aufbau eines UDI-Codes
Ein vollständiger UDI besteht grundsätzlich aus zwei Bestandteilen.
UDI-DI (Device Identifier)
Dazu gehören beispielsweise:
Die UDI-DI identifiziert den Produkttyp eindeutig. Sie bleibt für ein bestimmtes Modell grundsätzlich unverändert und dient als Hauptidentifikator. Sie enthält beispielsweise Informationen über:
- Hersteller
- Produktfamilie
- Modell
- Artikelnummer
UDI-PI (Production Identifier)
Je nach Produktklasse gelten unterschiedliche Umsetzungsfristen und Detailanforderungen.
Der Production Identifier enthält variable Produktionsdaten. Je nach Produkt können hierzu gehören:
- Chargennummer
- Seriennummer
- Herstellungsdatum
- Verfallsdatum
- Softwareversion
Diese Informationen ermöglichen die eindeutige Identifizierung jeder einzelnen Produktionseinheit.
Herausforderungen bei der UDI-Kennzeichnung
Hersteller stehen häufig vor verschiedenen technischen Herausforderungen. Typische Beispiele sind:
- kleine Verpackungsgrößen
- hohe Produktionsgeschwindigkeiten
- wechselnde Chargendaten
- unterschiedliche Verpackungsmaterialien
- Integration in bestehende Produktionslinien
- Validierung der Druckqualität
Gerade bei automatisierten Produktionsprozessen muss jeder einzelne Code zuverlässig erzeugt werden.
Vorteile einer automatisierten UDI-Kennzeichnung
Eine automatisierte Kennzeichnung reduziert Fehler und steigert gleichzeitig die Effizienz. Zu den wichtigsten Vorteilen zählen:
- geringerer manueller Aufwand
- höhere Prozesssicherheit
- weniger Produktionsfehler
- vollständige Rückverfolgbarkeit
- schnelle Produktwechsel
- einfache ERP- und MES-Anbindung
- hohe Produktionsgeschwindigkeit
UDI-Codes zuverlässig mit TIJ-Markiersystemen drucken
Die hohen Anforderungen an die UDI-Kennzeichnung lassen sich nur mit präziser und zuverlässiger Kennzeichnungstechnik dauerhaft erfüllen. Insbesondere Thermal Inkjet (TIJ)-Markiersysteme haben sich für die Kennzeichnung von Medizinprodukten, Verpackungen und Etiketten etabliert.
Durch ihre hohe Druckauflösung von bis zu 600 dpi erzeugen TIJ-Systeme gestochen scharfe DataMatrix-Codes, Barcodes, GS1-Codes, Seriennummern, Chargennummern sowie Verfallsdaten – selbst auf kleinen Druckflächen. Auch variable Daten lassen sich in Echtzeit direkt aus Produktions-, ERP- oder MES-Systemen übernehmen und automatisiert aufbringen.
Weitere Vorteile moderner TIJ-Drucksysteme sind:
- hochauflösender Druck für optimale Scannerlesbarkeit
- präzise Darstellung von GS1 DataMatrix- und UDI-Codes
- kontaktloses Druckverfahren für empfindliche Verpackungen
- saubere, wartungsarme Technologie
- einfache Integration in bestehende Produktionslinien
- Druck auf Karton, Etiketten, Folien, Kunststoffen, Tyvek®, Papier und vielen weiteren Materialien
- ideal für Seriennummern, Chargenkennzeichnung, MHD, QR-Codes und variable Produktionsdaten
- hohe Druckgeschwindigkeiten auch bei automatisierten Fertigungslinien
Gerade in regulierten Branchen wie der Medizintechnik tragen TIJ-Markiersysteme dazu bei, die gesetzlichen Kennzeichnungspflichten sicher einzuhalten und gleichzeitig effiziente Produktionsprozesse zu gewährleisten. Durch die Kombination aus hoher Druckqualität, flexibler Datenanbindung und minimalem Wartungsaufwand sind sie eine zukunftssichere Lösung für die zuverlässige UDI-Kennzeichnung.