Kennzeichnung von Pharmaprodukten und Medikamenten

Kennzeichnung von Pharmaprodukten - Beratung, Lösungen, Produkte

Welche Anforderungen stellt die Pharmaindustrie an Kennzeichnungssysteme, welche Technologien haben sich etabliert und warum sind insbesondere TIJ-Systeme in vielen Anwendungen zunehmend bevorzugt.

TIJ / Inkjet / Tintenstrahl

Bedeutung und gesetzliche Grundlagen der Kosmetikkennzeichnung

Die Kennzeichnung in der Pharmaindustrie gehört zu den sensibelsten Bereichen der industriellen Produktion. Kaum eine andere Branche unterliegt vergleichbar strengen regulatorischen Vorgaben hinsichtlich Rückverfolgbarkeit, Produktsicherheit und Lesbarkeit von Kennzeichnungen. Chargennummern, Verfallsdaten, Seriennummern oder DataMatrix-Codes müssen dauerhaft, präzise und maschinenlesbar auf Verpackungen und Produkten aufgebracht werden – oft unter hohen Produktionsgeschwindigkeiten und anspruchsvollen Umgebungsbedingungen.

Gleichzeitig steigt der Druck auf Hersteller, ihre Produktionslinien effizienter, flexibler und digitaler zu gestalten. Moderne industrielle Markiersysteme wie TIJ-Drucker (Thermal Inkjet) oder mobile Handdrucker spielen dabei eine immer wichtigere Rolle. Sie ermöglichen eine zuverlässige Kennzeichnung bei gleichzeitig niedrigen Wartungskosten und hoher Druckqualität.

Pharmaindustrie

Warum die Kennzeichnung in der Pharmaindustrie so wichtig ist

Pharmazeutische Produkte müssen weltweit eindeutig identifizierbar sein. Fehlerhafte oder unleserliche Kennzeichnungen können schwerwiegende Folgen haben – sowohl für Patienten als auch für Hersteller.

Die Kennzeichnung erfüllt mehrere zentrale Funktionen:

  • Rückverfolgbarkeit entlang der gesamten Lieferkette
  • Schutz vor Produktfälschungen
  • Einhaltung gesetzlicher Vorgaben
  • Sicherstellung der Patientensicherheit
  • Unterstützung automatisierter Logistik- und Kontrollprozesse

Besonders im Zuge der weltweiten Serialisierungspflichten hat sich die Bedeutung moderner Kennzeichnungssysteme nochmals deutlich erhöht. Verpackungen müssen heute häufig individuelle Seriennummern und maschinenlesbare Codes tragen, die in Datenbanken gespeichert und überprüfbar sind.

Die regulatorischen Anforderungen in der Pharmaindustrie gehören zu den strengsten weltweit. Hersteller müssen sicherstellen, dass alle Kennzeichnungen dauerhaft lesbar, korrekt positioniert und manipulationssicher sind.

Zu den wichtigsten Informationen auf pharmazeutischen Verpackungen gehören:

  • Chargennummern
  • Verfallsdaten
  • Seriennummern
  • DataMatrix-Codes
  • Barcodes
  • Produktinformationen
  • UDI-Kennzeichnungen bei Medizinprodukten

Die Druckqualität muss dabei konstant hoch sein. Bereits kleine Abweichungen können dazu führen, dass Codes von Scannern nicht mehr zuverlässig gelesen werden können. Dadurch entstehen Ausschuss, Produktionsunterbrechungen oder regulatorische Risiken.

Zusätzlich müssen Markiersysteme oft in validierten Produktionsumgebungen betrieben werden. Jede Änderung an Hardware oder Software kann dokumentationspflichtig sein.


Herausforderungen bei der industriellen Kennzeichnung in der Pharmaindustrie

Die Anforderungen an moderne Markiersysteme gehen weit über das reine Aufbringen von Texten hinaus. Produktionslinien in der Pharmaindustrie arbeiten häufig mit hohen Taktzahlen und unterschiedlichen Verpackungsmaterialien.

Kennzeichnungssysteme müssen unter anderem:

  • auf Karton, Folie, Kunststoff oder Etiketten drucken können,
  • hochauflösende Codes erzeugen,
  • mit variablen Daten arbeiten,
  • sich in bestehende Produktionslinien integrieren lassen,
  • wartungsarm und zuverlässig sein,
  • GMP-konform betrieben werden können.

Hinzu kommt der Trend zu kleineren Losgrößen und häufigeren Produktwechseln. Produktionslinien müssen deshalb flexibler werden. Genau hier gewinnen digitale Drucktechnologien zunehmend an Bedeutung.


TIJ-Drucksysteme in der Pharmaindustrie

Thermal Inkjet, kurz TIJ, hat sich in den vergangenen Jahren als besonders interessante Technologie für pharmazeutische Kennzeichnungsanwendungen etabliert.

TIJ-Drucker arbeiten mit thermischen Tintenstrahlkartuschen und ermöglichen hochauflösende Druckbilder bei vergleichsweise kompakter Bauweise. Die Technologie stammt ursprünglich aus dem Office-Bereich, wurde jedoch speziell für industrielle Anwendungen weiterentwickelt.

Besonders in der Pharmaindustrie bietet TIJ mehrere Vorteile.

Hohe Druckqualität

DataMatrix-Codes und kleine Schriften müssen absolut präzise gedruckt werden. TIJ-Systeme erreichen hohe Druckauflösungen und erzeugen sehr scharfe Druckbilder. Das ist vor allem bei kleinen Verpackungen entscheidend.

Wartungsarme Technologie

Im Gegensatz zu manchen anderen industriellen Druckverfahren benötigen TIJ-Systeme nur wenig Wartung. Da Druckkopf und Tintenversorgung häufig in einer Kartusche integriert sind, reduziert sich der Wartungsaufwand erheblich.

Gerade in regulierten Produktionsumgebungen ist das ein großer Vorteil, weil Stillstände minimiert werden können.

Einfache Integration

TIJ-Drucker lassen sich vergleichsweise unkompliziert in bestehende Produktionslinien und Fertigungsstraßen integrieren. Aufgrund ihrer kompakten Bauweise eignen sie sich auch für beengte Produktionsbereiche.

Flexible Datenverarbeitung

Moderne Systeme können variable Daten in Echtzeit verarbeiten. Dazu gehören:

  • Seriennummern, Chargennummern
  • Zeitstempel, Haltbarkeitsdaten
  • Barcodes, QR-Codes, DataMatrix-Codes

Dadurch eignen sich TIJ-Systeme hervorragend für Serialisierungslösungen.

Unterschiede zwischen CIJ, Laser und TIJ

In der pharmazeutischen Industrie kommen verschiedene Kennzeichnungstechnologien zum Einsatz. Welche Lösung geeignet ist, hängt von Anwendung, Material und Produktionsgeschwindigkeit ab.

Continuous Inkjet (CIJ) wird häufig für sehr schnelle Produktionslinien genutzt. Die Systeme sind robust und vielseitig, benötigen jedoch regelmäßige Wartung und arbeiten mit Lösungsmitteln.

Laserkennzeichnung bietet permanente Markierungen ohne Verbrauchsmaterialien. Allerdings sind die Anschaffungskosten meist höher und nicht jedes Material eignet sich gleichermaßen für die Laserbeschriftung.

TIJ-Systeme positionieren sich häufig als besonders attraktive Lösung für hochauflösende Drucke auf Verpackungen und Kartons. Sie kombinieren gute Druckqualität mit einfacher Bedienung und niedrigem Wartungsaufwand.

Gerade bei pharmazeutischen Sekundärverpackungen wie Faltschachteln oder Etiketten ist TIJ heute in vielen Anwendungen eine bevorzugte Technologie.

Anforderungen an moderne Markiersysteme

Die Zukunft der pharmazeutischen Kennzeichnung wird stark von Digitalisierung und Automatisierung geprägt sein. Moderne Systeme müssen heute weit mehr leisten als nur das Aufbringen eines Datums. Wichtige Anforderungen sind:

  • Netzwerkfähigkeit
  • Integration in MES- und ERP-Systeme
  • zentrale Druckdatenverwaltung
  • Echtzeitüberwachung
  • Validierbarkeit
  • hohe Ausfallsicherheit

Zudem wächst die Bedeutung benutzerfreundlicher Bedienoberflächen und intelligenter Softwarelösungen, um Bedienfehler zu reduzieren.

TIJ Drucker

Beratung als Erfolgsfaktor: Kennzeichnung in der Pharmaindustrie

Mit zunehmender Digitalisierung und Automatisierung wird die Direktmarkierung auch in der Pharmaindustrie weiter an Bedeutung gewinnen. Smart Factory-Konzepte, IoT-Integration und automatisierte Qualitätskontrollen machen hochauflösende, flexible Markiersysteme unverzichtbar. Wir von Geotechtronics stehen mit langjähriger Erfahrung und einem großen Produktportfolio für bedarfsgerechte und wirtschaftliche Lösungen Ihrer indiviudellen Kennzeichnungsprobleme.

  • Auswahl passender Steuerelektronik unbd Drucköpfen
  • Empfehlung geeigneter Tinten
  • Integration in Fördertechnik und Steuerung
  • Schulung der Mitarbeiter
  • Service- und Supportkonzepte
  • ...

Individuelle Lösungen - Integration in bestehende Systeme

Die Zukunft der pharmazeutischen Kennzeichnung wird stark von Digitalisierung und Automatisierung geprägt sein. Moderne Systeme müssen heute weit mehr leisten als nur das Aufbringen eines Datums.

Besonders TIJ-Markiersysteme und auch Handdrucker bieten Unternehmen die notwendige Flexibilität, um auf wechselnde Anforderungen schnell zu reagieren.

TIJ Markiersysteme lassen sich flexibel integrieren:

  1. Stand-alone oder linienintegriert
  2. Ansteuerung über SPS
  3. Automatische Dateneinspeisung
  4. Sensor- und Encoder-Anbindung
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